Umbau 

Dachumbau Einfamilienhaus

Fürstenwalde, April 2010 – Januar 2012 

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PLANUNG
Bauherr:
RA und Notar P.A. Wobbe
Leistungen:
Entwurf, Planung und Ausführung

Umbau des Daches auf einem bestehenden städtischen Einfamilienhaus

Bestand:
Wohnfläche: 99 m²
NGF: 159 m²
Umbauter Raum: 709 m²

Planung:
Wohnfläche: 128 m²
NGF: 184 m²
Umbauter Raum: 775 m²

Das Einfamilienhaus in der Turmstrasse 22 in Fürstenwalde wurde in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorwiegend in Massivbauweise und teilweise in leichten Holzkonstruktionen errichtet. Es weist einen nahezu quadratischen Grundriss auf, welcher in der Dachgestaltung jedoch unterteilt wurde:

Der straßenseitige Hausteil ist mit einem traufseitigen Satteldach bedeckt, der hintere Hausteil war durch ein flach geneigtes Walmdach auf einem Drempel überdacht, was zu funktionalen Einschränkungen führte. In die im Dachgeschoss vorhandenen Schlafräume führt eine viertel gewendelte Holztreppe, deren Austritt durch die Überdachung in diesem Bereich keine ausreichende Kopfhöhe aufwies.

Um diese Räumlichkeiten im Dachgeschoss besser erreichbar zu gestalten und für eine Nutzung des bis dahin nicht nutzbaren Dachraums zu beiden Seiten des Treppenraums sollte das Dach auf dem den Garten zugewandten Gebäudeteil erhöht werden, die neuen Räume sollten viel Licht hereinlassen und den Ausblick in den Garten ermöglichen.

Gelöst wurde diese Aufgabe durch den Abriss des rückwärtigen Dachteils, die betroffene Haushälfte erhielt einen Aufsatz durch eine Leichtbaukonstruktion, welcher mit einer Flachdachholzkonstruktion an das vorhandene Dach angearbeitet wurde. Der Drempel wurde als Brüstung genutzt, um die vorhandenen Außenwände und die bereits in einer früheren Maßnahme angebrachte Wärmedämmung, soweit möglich, nicht zu schädigen und zu erhalten.

Es entstanden ein Raum, welcher in zwei Bereiche geteilt wurde und ein kleines Bad. Über die Treppenöffnung führt eine abnehmbare „Brücke“ als leichte Stahlkonstruktion, die eine zusätzliche Verbindung der Bereiche an der Fensterwand ermöglicht und reizvolle Blickverbindungen ermöglicht.

Die gesamte Gestaltung fügt sich trotz moderner Gestaltung in die Ästhetik der alten Bausubstanz. Die Holzbalkendecke wurde klassisch mit Dielen belegt, die notwendige Stahlsäule als solche erkennbar farblich hervorgehoben. Das Geländer ordnet sich als einfache Stahlkonstruktion diesem Gestaltungsprinzip ein.

Auf der Seite der Turmstraße wurde zur zusätzlichen Belichtung eine Doppelgaube integriert.